Ostern - Auferstehung und Neubeginn
- info2874313
- 2. Apr.
- 3 Min. Lesezeit

Ostern hört NICHT mit der Kreuzigung auf! Der Tod hat NICHT das letzte Wort. Das Scheitern, das Versagen, die Beschämung haben NICHT das letzte Wort! Wenn wir Jesus in unser Herz lassen, können wir mit ihm DURCH den Tod hindurch und hinein in ein neues Leben gehen, in ein Leben aus Gottes Fülle.
Die Jahreslosung in diesem Jahr drückt es wunderbar aus: „Gott spricht: ´Siehe, ich mache alles neu.´“ (Offenbarung 21,5)
Das vermeintliche Ende der Kreuzigung und des Sterbens Jesu war in Wahrheit ein Neubeginn, den allerdings zu diesem Zeitpunkt kein Mensch erkennen konnte. Gott bereitete einen Weg für uns, damit wir durch Jesus in eine Herzensbeziehung zu unserem uns liebenden Vater im Himmel kommen könnten, statt auf ewig durch unsere Schuld von ihm getrennt zu sein.
Jesus wurde nicht von den Ereignissen überrollt. Er ging bewusst den Weg zu Ende, für den er Mensch geworden war. Jederzeit hätte er den Ereignissen ein Ende setzen können wie in Matthäus 26, 52-54 beschrieben: „Doch Jesus sagte zu ihm: »Steck dein Schwert zurück! Denn alle, die zum Schwert greifen, werden durchs Schwert umkommen. Oder glaubst du nicht, dass ich meinen Vater um Hilfe bitten könnte und dass er mir sofort mehr als zwölf Legionen Engel zur Seite stellen würde? Wie würden sich dann aber die Voraussagen der Schrift erfüllen, nach denen es so geschehen muss?«“
Der Sohn Gottes hatte jederzeit die Kontrolle über die Ereignisse und entschied sich willentlich, dem Plan Gottes zu gehorchen, damit sich die Voraussagen der Schrift erfüllen könnten und wir Zugang zu der bedingungslosen Liebe Gottes bekämen.
Und gleichzeitig kämpfte der Mensch Jesus in Gethsemane mit schrecklicher Angst und Grauen vor dem, was auf ihn zu kam: „Von Angst und Grauen gepackt, sagte er zu ihnen: »Meine Seele ist zu Tode betrübt. Bleibt hier und wacht!« Er selbst ging noch ein paar Schritte weiter, warf sich zu Boden und bat Gott, die Leidensstunde, wenn es möglich wäre, an ihm vorübergehen zu lassen. »Abba, Vater«, sagte er, »alles ist dir möglich. Lass diesen bitteren Kelch an mir vorübergehen! Aber nicht wie ich will, sondern wie du willst.« (Markus 14,33-36)
Lukas 22,43-44 geht sogar noch weiter: „Es erschien ihm aber ein Engel vom Himmel und stärkte ihn. Und er geriet in Todesangst und betete heftiger. Und sein Schweiß wurde wie Blutstropfen, die auf die Erde fielen.“
Jesus ist Gott UND er ist Mensch. Deshalb versteht er auch uns in unserem Ängsten und Kämpfen. Jesus ist nicht nur durch den äußeren, den körperlichen Tod gegangen, sondern auch seine Seele erlebte ein Sterben. Er wurde beschämt, bespuckt, beschimpft, ungerecht verurteilt. Mit niemanden konnte er seine himmlische Sicht auf die Umstände teilen, weil kein Mensch sie verstehen konnte. Er wusste, dass alles, was er sagte, lebte und lehrte, absolute Wahrheit und Realität war, aber kaum jemand glaubte ihm und am Ende wurde er für die Wahrheit, die er gelebt hatte, umgebracht. Das machte ihn trotz der vielen Menschen um ihn herum innerlich sehr einsam, sodass er nur aus der Beziehung zu seinem Vater im Himmel Kraft und Zuversicht ziehen konnte. Und zum Schluss musste sogar dieser Vater sich von ihm abwenden, weil unsere Schuld, die Jesus am Kreuz auf sich nahm, die innige Beziehung zwischen Vater und Sohn zerstörte.
Jesus weiß, was es heißt, allein gelassen, verspottet, beschämt und verletzt zu werden. Und er weiß, was es heißt, nicht ernst genommen und verurteilt zu werden für etwas, das man gar nicht verbrochen hat. Deshalb kann er sich auch sehr gut in uns hineinversetzten, wo wir uns im Stich gelassen, beschämt oder verletzt fühlen. Wo wir ungerecht behandelt werden.
So wie Jesus sterben musste, bevor Gott ihn wieder lebendig machte, so fühlt es sich auch für uns oft wie Sterben an, die eigenen Verletzungen und erlebten Ungerechtigkeiten loszulassen. Aber nur im Loslassen, im Sich-Selber-Sterben, liegt die Verheißung der Auferstehung und des Neubeginns.
Uns allen, die Sehnsucht nach einen Neubeginn haben, wünsche ich den Mut, sich mit Jesus auf den Weg zu machen, DURCH den dunklen Tunnel hindurch zu gehen und zu erleben, dass die Dunkelheit nicht das letzte Wort hat, sondern in der Beziehung zum Vater im Himmel das wahre Leben und das Licht auf uns wartet!
Ich wünsche allen gesegnete Ostertage!



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