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Mensch, was brauchst du?


Wissen Sie, wie ein Computer funktioniert? Kann man die Bauteile aus dem Computerladen einfach so zusammenstecken und dann sofort loslegen? – Nein, natürlich nicht!


Ein Computer muss programmiert werden, damit wir damit arbeiten können. Egal ob wir Briefe schreiben, Tabellen anlegen, im Internet surfen oder Filme ansehen wollen, ohne eine vorherige Programmierung geht nichts.


Wenn die Programmierung richtig ist, genügen wenige Handgriffe – ich drücke eine Taste, bewege die Maus und der Computer tut, was ich will, d.h. die Programmierung spult ab. Und egal, wer den PC benutzt, er funktioniert immer gleich, weil er immer mit der gleichen Programmierung arbeitet.


Wenn der Programmierer also alles richtig gemacht hat, öffnet der Computer das Programm, das ich ausgewählt habe. Hat er falsch programmiert, gibt es Chaos. Im besten Fall kommt eine Fehlermeldung oder ein falsches Programm öffnet sich. Im schlimmsten Fall stürzt der Computer ab.


So ähnlich ist es auch im Leben:


Wenn ein Säugling geboren wird und aufwächst, nimmt es alle Botschaften von außen unreflektiert auf und verinnerlicht sie. Das Gehirn wird durch die gesammelten Eindrücke und Erfahrungen sozusagen „programmiert“. Und je nachdem, welche Botschaften es erhält und wie es die Botschaften verarbeitet, führt die „Programmierung“ zu einem positiven oder negativen Ergebnis.


Positiv bedeutet dabei, dass die Bedürfnisse des Kindes auf gute Weise gestillt werden und das Kind lernt, dass es geliebt ist, wertgeschätzt und gerne gesehen ist, Fehler machen darf…. In diesem Fall geht der Mensch auch später mit positiven Erwartungen durch´s Leben.


Negative Worte oder Handlungen führen zu einer falschen „Programmierung“, d.h. das Kind lernt, dass es nicht bedingungslos geliebt ist, ungewollt, falsch, … Das führt dazu, dass auch die Beziehungen im Hier und Jetzt von den negativen Erwartungen geprägt sind und schieflaufen. Das Gegenüber drückt zwar die vermeintlich richtige „Taste“ – sagt das „Richtige“, aber das falsche innere Gedanken-Programm spult ab und führt zu einer negativ gefilterten Bewertung.


Ein Beispiel:


Ein Kind, dass in einer Suchtfamilie groß wird, erlebt im nüchternen Zustand der Eltern vielleicht Liebe und Geborgenheit, aber wenn sie unter Alkoholeinfluss stehen, wird es geschlagen und beschimpft. Es wird also mit der Botschaft groß, Liebe bedeutet Geborgenheit und Schläge. Instinktiv wird so ein Mensch auch als Erwachsener Beziehungen suchen, die seinem Kindheitsmuster entsprechen. Die Frauenhäuser z.B. sind voll von solchen Geschichten.



Das ist jetzt natürlich ein sehr drastisches Beispiel, aber trotzdem - wer kann schon von sich sagen, dass in der Kindheit alles glatt lief. Fakt ist, dass jeder Mensch seine eigene Geschichte mitbringt. Eine Geschichte, die ihn geformt, geprägt und häufig auch in seiner Persönlichkeit ver-formt hat.


Ein großer Teil aller zwischenmenschlichen Konflikte rührt daher, dass sich zwei verformte oder verletzte Persönlichkeiten begegnen. Das Ausmaß an Verletzungen und Fehlprägungen ist bei jedem Menschen sehr unterschiedlich. Und so schleppt der eine mehr „belastendes Reisegepäck“ mit sich herum, der andere weniger.



Wie entsteht nun dieses Reisegepäck?


Jeder Mensch wird mit elementaren Grundbedürfnissen geboren. Diese Grundbedürfnisse müssen gestillt sein, damit wir im Sinne Gottes ein erfülltes Leben nach Seinem Plan leben können. Da wir Gott jedoch häufig nicht so nahe sind, dass Er diese Grundbedürfnisse tatsächlich stillen kann, erwarten wir ganz unbewusst in unserem Miteinander von anderen, z.B. in der Ehe oder Familie oder mit Freunden, dass sie nun endlich unsere Bedürfnisse erfüllen, die ja schon seit unserer Kindheit unerfüllt sind und eine entsprechende Leere in uns hinterlassen haben. Und wenn die Anderen unseren unbewussten Erwartungen nicht nachkommen, hängt der Haussegen schief…



Was genau sind diese Bedürfnisse?

Flipchart mit aufgezeichneter Bedürfnispyramide nach Maslow
Bedürfnispyramide nach Maslow

Abraham Maslow hat in seiner Bedürfnispyramide die elementaren Grundbedürfnisse des Menschen zusammengestellt. Alle Bereiche bauen aufeinander auf, wobei zunächst die Basis am Fuß der Pyramide geklärt sein muss, bevor übergeordnete Bedürfnisse gestillt werden können. Die Pyramide ist also von unten nach oben zu lesen.


Da sind zunächst mal die körperlichen Bedürfnisse – wir brauchen Nahrung, Wasser, Sauerstoff und Ruhezeiten für unseren Körper.


Ein zweites elementares Bedürfnis ist Sicherheit. Wir brauchen ein Umfeld, in dem wir in Sicherheit aufwachsen können. Und damit ist nicht nur äußere Sicherheit gemeint, sondern ebenso seelische Sicherheit.


Dann haben wir ein tiefes Bedürfnis nach Liebe, Annahme und Zugehörigkeit. Für die Erfüllung dieses Bedürfnisses benötigen wir Beziehungen. Und Gott hat eigentlich unsere Eltern eingesetzt, dass sie uns dieses Grundbedürfnis durch einen liebevollen Umgang stillen.


Das vierte Grundbedürfnis ist Wertschätzung und ein gesunder Selbstwert. Wir wollen wahrgenommen werden, wollen gesehen werden, brauchen Anerkennung, denn nur daraus nehmen wir unseren Selbstwert.


Das letzte Grundbedürfnis ist der Wunsch nach Selbstentfaltung. Wir wollen entdecken, wer wir sind, was für Persönlichkeiten, Fähigkeiten wir haben. Wir wollen uns weiterentwickeln, unseren Platz im Leben einnehmen, unsere Aufgabe erfüllen.


Die ersten drei Grundbedürfnisse – Nahrung, Sicherheit und Liebe/Zugehörigkeit - sind in unserer Kindheit eng miteinander verbunden und ausschlaggebend für eine gesunde Entwicklung.


Unsere körperlichen Bedürfnisse müssen erfüllt sein, denn nur so entsteht unser emotionales Sicherheitsgefühl. Mama und Papa versorgen mich, in ihren Armen bin ich geborgen. Das sagt im Übrigen schon die Bibel in Psalm 22, 10: „Du hast mich aus meiner Mutter Leibe gezogen; du ließest mich geborgen sein an der Brust meiner Mutter.“ Beziehung entsteht durch Hautkontakt und Nähe.


Und wir brauchen Liebe, Annahme, Geborgenheit und Zugehörigkeit. Das heißt, wir brauchen das „Gefühl“, herzlich willkommen zu sein. Dass die Eltern sich auf uns freuen, dass sie uns annehmen, BRUTTO, so wie wir sind nach Geschlecht, Aussehen, Begabung – alles, was uns ausmacht als Person.


Die Psychologie weiß seit langem, dass die ersten drei Jahre sehr entscheidend sind für unsere Entwicklung. Unser erster Lebenseindruck - und wie wir auf ihn reagieren - entscheidet und begleitet uns unser ganzes Leben lang. In dieser Zeit entwickelt sich auch das „URVERTRAUEN“, die „BEZIEHUNGSFÄHIGKEIT“, das ICH-DU-Verhältnis. Und da, wo das Urvertrauen beschädigt bzw. nicht entwickelt ist, sind Schwierigkeiten mit dem Leben unvermeidlich.



Wie kann nun Mangel in unseren Grundbedürfnissen entstehen und welche Auswirkungen hat er auf unser Herz?

Flipchart Ursachen für Mangel wie Ablehnung, Liebe mit Bedingungen, seelische Verletzungen
Ursachen für Mangel

1. Ablehnung:


Die Erfahrung von Ablehnung kann in verschiedenen Phasen unserer Kindheit auftreten:


Schon im Mutterleib:

Als ungeplantes oder gar unerwünschtes Kind (falscher Zeitpunkt, falsches Geschlecht, etc.)


In unserer Kindheit oder später:

Vielleicht haben Sie schon als kleines Baby erfahren, dass niemand kommt, wenn Sie schreien. Kinder verstehen nicht, warum Mama jetzt gerade keine Zeit hat, oder dass Papa gerade Stress mit seinem Chef hatte und deshalb zuhause rumtobt. Sie sehen nur: Ich habe ein Bedürfnis, mache mich bemerkbar – nämlich indem ich schreie – aber Mama kommt nicht oder Papa brüllt mich an. Beim Kind bleibt hängen: „Die wollen mich nicht. Die haben mich nicht lieb. Ich bin nicht richtig.“

Oder Sie wurden abgelehnt aufgrund Ihrer „Eigenarten“ (zu laut, zu lebhaft, zu wissbegierig, zu still, zu unsportlich, ein Stubenhocker, u.v.m.)


Und wenn Kinder solche und ähnliche Erfahrungen öfter machen, kann es sein, dass sich in ihrem Herzen Lebenslügen einnisten und sie entweder resignieren oder aber rebellisch werden und sich auflehnen.


Durch Worte, die über Ihnen ausgesprochen wurden (und die Sie als wahr angenommen haben)

  • Du bist ein Versager.

  • Du hast zwei linke Hände.

  • Du lernst es nie.


Solche Sätze können auch von anderen, Ihnen nahestehenden Personen ausgesprochen worden sein (Großeltern, Geschwister, Lehrer, andere nahestehende Autoritätspersonen).



2. Nicht ausgedrückte Liebe – bzw. Liebe, die an Bedingungen geknüpft war:


Hierher gehört z.B. eine Erziehung durch Liebesentzug: Liebesentzug wird meistens nicht ausgesprochen, sondern häufig unbewusst praktiziert – nach dem Motto: „Wenn du dich nicht angemessen verhältst, haben wir dich nicht mehr so lieb.“

Überlegen Sie mal:

  • Wissen Sie sich tief in deinem Herzen geliebt und angenommen?

  • Waren Sie willkommen?

  • Wurden Liebe und Zuneigung in Ihrer Herkunftsfamilie ausgedrückt?


Der ständig erlebte Mangel an Liebeserweisen hat meistens noch stärkere Auswirkungen als punktuelle Verletzungen.



3. Seelische Verletzungen:


Ich gebe Ihnen einige Beispiele, wie sie entstehen können:


Kinder, die sehr dominante, beherrschende und manipulierende Eltern oder Elternteile hatten, haben häufig keine Chance, zu einer eigenen Persönlichkeit zu reifen. Solche Kinder bleiben ein Leben lang abhängig von Mutter oder Vater und schaffen es nicht, sich vom Elternhaus zu lösen und eigene Wege einzuschlagen. Das sind dann z.B. die Ehen, in denen immer noch die Schwiegermutter den Ton angibt.


Unberechenbarkeit im elterlichen Handeln hinterlässt oft große Unsicherheit. Wenn Grenzen nie klar definiert wurden, immer das Zufallsprinzip herrschte. Oder wenn die Mutter zu nachgiebig und der Vater überzogen streng war. All das führt zu einem riesigen Mangel an emotionaler Sicherheit. Die Kinder entwickeln kein Urvertrauen und haben auch als Erwachsenen noch Schwierigkeiten, anderen Menschen zu vertrauen.


Häufiger Streit im Elternhaus kann auch zu tiefsitzender Unsicherheit führen. Kinder können nicht unterscheiden, was die Ursache für den Streit ist. Sie beziehen alle Streitigkeiten auf sich und fühlen sich schuldig, dass sie den Streit verursacht haben. Entsprechend tun sie alles, um einen Streit zu schlichten, und wenn sie sich dabei völlig verbiegen müssen. Wenn der Betreffende dann vielleicht sogar die Scheidung der Eltern erlebt hat, sind die Schuldgefühle richtig extrem. (Ich bin schuld, dass meine Eltern sich haben scheiden lassen.)

In den eigenen Beziehungen geht so jemand dann vielleicht Konflikten und Auseinandersetzungen aus dem Weg, weil er Angst hat, dass sie in einer Trennung enden könnten.


Auch ein fehlendes Elternteil, besonders aber ein fehlender Vater kann massive Auswirkungen haben. Dabei ist nicht einmal nötig, dass der Vater tatsächlich körperlich abwesend ist. Ein emotional distanzierter Vater kann die gleichen Auswirkungen haben.


Vielleicht fragen Sie sich jetzt: Was ist denn das? Ein emotional distanzierter Vater zeigt wenig Gefühle, spart mit Zuwendung und Zärtlichkeit, hat wenig Verständnis für die Gefühle seiner Kinder, teilt nicht viel von sich mit, beteiligt sich innerlich nicht am Familienleben, gibt wenig Nähe und Geborgenheit; er ist physisch da, aber innerlich nicht – ein unbeteiligte Vater.


Zudem lernen besonders Jungen, dass sie Schmerzen „wie ein Mann“ wegstecken müssen. Wer seinen Schmerz zeigt, wird verachtet. Deshalb empfinden die meisten Männer als Erwachsene eine große Scham über ihre Verletzungen und setzen alles daran, sie nicht zu zeigen bzw. verdrängen sie so erfolgreich, dass sie sie selber nicht mehr bewusst wahrnehmen.


Sie kennen sicher diese Sprüche:

  • Ein Indianer kennt keinen Schmerz.

  • Was dich nicht umbringt, macht dich stark.

  • Jungen weinen nicht.

  • Stell dich nicht so an.


Es gibt jedoch noch eine Kehrseite der Medaille, denn wir werden ja nicht nur verletzt, sondern wir reagieren auch auf diese Verletzungen. Und auch das prägt unser Leben und unsere Sicht auf die Welt. Hier sind einige Beispiele für unsere Reaktionen:

unsere Reaktionen auf Verletzungen mauern unser Herz ein
eingemauertes Herz

1. Bittere Wurzeln:

Sie entstehen, wenn wir die Menschen verurteilen und verdammen, die uns verletzt haben. Und wenn wir uns weigern, Ihnen zu vergeben. Wie echte Wurzeln, so sind auch diese Einflüsse unseres Denkens, Empfindens und Handelns unsichtbar, also dem Verstand meist nicht bewusst.


Menschen, die mit bitteren Wurzeln durchdrungen sind, hören sich ungefähr so an:

  • Frauen kritisieren immer.

  • Auf Männer kann man sich nicht verlassen.

  • Mir hört nie einer zu.

  • Das werde ich dir nie verzeihen.


Aber: Bittere Wurzeln infizieren uns mit Erwartungen. Sie sind eine Art selbsterfüllende Prophetie, durch die wir andere Menschen regelrecht dazu drängen, sich unseren Vorstellungen gemäß zu verhalten.



2. Ein steinernes Herz:

Bittere Wurzeln führen dazu, dass wir unser Herz verhärten, damit wir keine weiteren Enttäuschungen oder Verletzungen erleben. Wir fangen an, Mauern um uns herum zu bauen. Sie haben bestimmt schon mal den Ausdruck gehört: „Jemand mauert sich ein.“ Er/sie verschließt sich.

Diese Mauern sollen uns schützen, aber sie verhindern gleichzeitig, dass unser Gegenüber (oder Gott) unser Herz erreichen kann. Ein eingemauertes Herz kann keine Liebe mehr annehmen.


Die Bibel sagt dazu in Ps.95, 8:

„Verschließt eure Herzen nicht, wie es eure Väter getan haben.“


Und in Hes. 36,26 heißt es:

„Und ich werde euch ein neues Herz geben und einen neuen Geist in euer Inneres geben; und ich werde euch das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben.“



Weiterhin führen bittere Wurzeln zu…


3. Inneren Schwüre, die wir selber geleistet haben (meistens aufgrund von Verletzungen):

  • Ich werde nie wieder jemandem vertrauen.

  • Ich werde nie wieder Schwäche zeigen.

  • Ich werde nie so werden wie mein Vater/meine Mutter.

  • Ich werde es allen zeigen.

oder:

  • Ich werde immer freundlich und nett sein.

  • Ich werde immer alles richtig machen.

  • Ich werde immer für andere da sein.

  • Ich werde immer stark sein.


Innere Schwüre sind sehr mächtig. Sie legen uns darauf fest, nur in den von ihnen vorgegebenen Bahnen zu denken und zu handeln. Sie funktionieren wie ein Computerprogramm. Wenn sie in der Kindheit getroffen wurden, haben wir sie häufig als Erwachsene vergessen. Aber, gerade weil sie unbewusst und verborgen sind, haben sie große Macht und Kontrolle über unser Leben – auch noch im Erwachsenenalter.


Und auch die Schwüre, die vermeintlich positiv sind, verhindern unter Umständen ein dringend nötiges Abgrenzen oder führen zu einem ständigen Ausgenutzt-werden, weil wir uns nicht dazu durchringen können, „Nein“ zu sagen. Oder sie hindern uns daran, uns unsere Schwäche und unsere Bedürftigkeit einzugestehen, damit sie gestillt werden kann.



4. Selbstablehnung und Minderwertigkeit:


Wir nehmen das „Urteil“ der anderen über uns an und fangen an, uns selber abzulehnen. Wir glauben den Botschaften, die andere in unser Leben gesprochen haben und entwickeln Lebenslügen.

  • Ich bin ein Versager.

  • Ich schaffe das ja sowieso nicht.

  • Ich komme immer zu kurz.


Überlegen Sie mal:

  • Was sind die häufigsten Gedanken, die Sie über sich selber haben?

  • Sind sie positiv oder negativ?

  • Stimmen sie mit dem Wort Gottes überein?


Es gibt einige Bibelworte, die darüber sprechen, wie Gott uns sieht:


1.Mo. 1, 27+31:

„So schuf Gott den Menschen als Sein Ebenbild, als Mann und Frau schuf Er sie. Dann betrachtete Gott alles, was Er geschaffen hatte und es war sehr gut.“


Jer. 31, 3:

„Ich habe euch schon immer geliebt, darum bin ich euch stets mit Güte begegnet.“


Zef. 3, 17:

„Der Herr, euer Gott, ist in eurer Mitte; er ist stark und hilft euch! Von ganzem Herzen freut er sich über euch. Ja, er jubelt, wenn er an euch denkt.“


Können Sie das aus tiefstem Herzen für sich glauben und annehmen?



Mit der Selbstablehnung und Minderwertigkeit in engem Zusammenhang stehen

5. Leistungsorientierung und Stolz:


Wir versuchen zu beweisen, dass wir liebenswert sind. Wir strengen uns an, um Liebe oder Anerkennung zu bekommen. Aber wenn die Anerkennung dann kommt, können wir sie gar nicht in unserem Herzen annehmen, weil wir nicht wissen: Gilt sie mir als Person oder nur meiner Leistung? Wenn ich versage, werde ich dann immer noch geliebt?


Unsere ganze Gesellschaft ist geprägt von diesem Gedanken „Du bist nur was, wenn du was kannst.“



6. sog. „Ersatzbefriedigungen“, die ein beliebtes „Schmerzmittel“ sind:


Als Ersatz für den erlebten und tiefsitzenden Liebesmangel flüchten wir uns häufig zu falschen Verhaltensweisen oder versuchen, den Schmerz zu „lindern“ durch:


  • übermäßiges Essen (Süßigkeiten, Kühlschrank plündern)

  • übertriebenes Einkaufen (um sich etwas Gutes zu tun)

  • Übermäßiges Arbeiten („workaholic“)

  • Übermäßiger Sport, der uns permanent über unsere Grenzen bringt

  • Kicks durch risikoreiche Unternehmungen

  • Perfektionismus

  • Pornographie

  • Rauchen, Alkohol, Drogen

  • Computerspiele (eher männliche Flucht in eine Traumwelt)

  • Tagträumerei (eher weibliche Flucht in eine Traumwelt)


In all diesen genannten Bereichen von Verletzungen, Lügen und falschen Entscheidungen möchte uns Gott befreien und Heilung schenken. Gott kann und will uns die Fülle geben, die Er in der Bibel verheißen hat. Es geht jedoch nicht ohne unser Zutun. Wir müssen uns trauen hinzusehen, Zusammenhänge zu erkennen, negative Erinnerungen zu verschmerzen statt zu verdrängen, uns mit unserer Vergangenheit Schritt für Schritt auszusöhnen und loszulassen.


Mit diesem Beitrag möchte ich Ihnen Mut machen, Ihre Themen anzupacken. Vielleicht haben Sie sich an der einen oder anderen Stelle wiedererkannt oder ertappt gefühlt. Sie wünsche sich schon lange, etwas in Ihrem Leben anders zu machen, wissen aber nicht, wo Sie anpacken sollen. Machen Sie sich auf den Weg! Vereinbaren Sie einen unverbindlichen Termin für ein Kennenlerngespräch. Veränderung ist möglich – auch für Sie. Ich freue mich auf Sie 😊.

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